Commercial Manager Recruiting
Commercial Manager Recruiting für Unternehmen, die wachsen und dabei Marge verlieren
Viele Unternehmen steigern den Umsatz und verlieren dabei Geld. Ein Commercial Manager übernimmt die kommerzielle Qualität dieses Umsatzes — Preisgestaltung, Marge, Verträge und Kanalvereinbarungen — nicht die Führung des Vertriebsteams.
Der Titel Commercial Manager wird im deutschsprachigen B2B-Umfeld selten einheitlich verwendet. In einem Unternehmen ist es eine Vertrags- und Margenrolle, im nächsten faktisch ein Head of Sales, im dritten eine projektkaufmännische Funktion nahe der Kalkulation. Eine Suche, die das nicht vorab klärt, liefert am Ende Kandidatinnen und Kandidaten, die alle denselben Titel getragen und völlig unterschiedliche Aufgaben gehabt haben.
Wir klären deshalb zuerst, was die Rolle konkret schützen oder verbessern muss: kalkulierte oder tatsächlich realisierte Marge, Vertragsrisiko, Konditionen im Vertriebskanal, oder die Preiskonsistenz über mehrere Märkte hinweg.
Kurz gesagt
Ein Commercial Manager verantwortet die kommerzielle Qualität des Umsatzes: Preisstruktur, Margenschutz, Vertragsbedingungen, Kanal- und Distributorenvereinbarungen sowie kommerzielles Risiko. Die Rolle passt, wenn Aufträge gewonnen werden, deren Profitabilität oder Risiko aber nicht kontrolliert ist — ein anderes Problem als fehlende Vertriebsaktivität, das ein Head of Sales oder Vertriebsleiter lösen würde.
- Verantwortung für Preisgestaltung, Marge, Verträge und Kanalvereinbarungen — nicht für Teamführung
- Sinnvoll, wenn Umsatz wächst, aber Profitabilität oder Risiko nicht kontrolliert sind
- Klare Abgrenzung zu Head of Sales und Vertriebsleiter ist Voraussetzung für die Suche
Wann diese Besetzung ansteht
- Der Umsatz wächst, die Marge sinkt, und Rabatte sind zum Standardweg geworden, Aufträge abzuschließen.
- Verträge werden ohne kommerzielle Prüfung unterschrieben — Haftung, Zahlungsziele und Nachträge werden so akzeptiert, wie sie vorliegen.
- Konditionen im Vertriebskanal sind über Jahre gewachsen, ohne dass jemand sie heute noch begründen könnte.
- Dieselbe Leistung wird in verschiedenen Märkten oder Kanälen zu deutlich unterschiedlichen Preisen verkauft, und Kunden haben es bemerkt.
Was die Rolle in der Praxis leisten muss
- Preisstruktur und -governance: wer wie viel Rabatt geben darf, und wie das überprüft statt vorausgesetzt wird.
- Margenschutz: kalkulierte gegenüber realisierter Marge, Kosten des Rabattierens, kommerzielle Hebel zur Gegensteuerung.
- Vertragsverhandlung und Konditionen, die die tatsächlich sinnvollen Bedingungen des Unternehmens abbilden.
- Kanal- und Partnervereinbarungen, die konsistent, verteidigbar und auf den gewählten Vertriebsweg abgestimmt sind.
Commercial Manager, Head of Sales oder Vertriebsleiter?
Drei kommerzielle Rollen, die regelmäßig verwechselt werden. Ein Commercial Manager verantwortet Preise, Marge, Verträge und kommerzielle Governance. Ein Head of Sales führt das Vertriebsteam operativ. Ein Vertriebsleiter setzt die kommerzielle Gesamtstrategie. In kleineren Unternehmen werden diese Aufgaben oft kombiniert — das Briefing sollte trotzdem klar benennen, was die Besetzung tatsächlich verantworten soll.
Typische Fehler bei dieser Besetzung
- Die Rolle wird über den Titel definiert statt über das konkrete Margen- oder Vertragsproblem.
- Ein Commercial Manager wird als reine Kontrollinstanz positioniert und vom Vertriebsteam umgangen.
- Preisentscheidungen bleiben nach der Einstellung weiterhin an einzelnen Personen hängen, ohne dokumentierte Struktur.
Häufige Fragen
Ist ein Commercial Manager dasselbe wie ein Head of Sales?
Nein, auch wenn manche Unternehmen die Titel so verwenden. Ein Head of Sales führt den Verkauf. Ein Commercial Manager verantwortet die Bedingungen, zu denen verkauft wird — Preise, Marge, Verträge und Kanalvereinbarungen. Diese Unterscheidung vor der Suche zu treffen, ist der wichtigste Schritt.
Soll die Rolle über oder neben dem Vertrieb angesiedelt sein?
Meist neben dem Vertrieb, berichtend an Geschäftsführung oder Vertriebsleiter, mit klarer Entscheidungsbefugnis über Preisgovernance. Kommerzielle Disziplin, die von außerhalb der Vertriebsfunktion auferlegt wird, wird tendenziell ignoriert; Disziplin ohne Rückhalt wird tendenziell überstimmt.
Kann diese Rolle die erste kommerzielle Führungsposition eines Unternehmens sein?
Ja, und bei projektorientierten Herstellern ist sie das häufig sinnvollerweise. Nicht jedes Unternehmen braucht zuerst mehr Anfragen — manche brauchen zuerst, dass die bereits gewonnenen Aufträge profitabel sind.
Gilt das auch für Unternehmen mit internationalem Geschäft?
Ja, oft besonders deutlich. Preiskonsistenz, Distributorenkonditionen und Vertragsrisiko über mehrere Märkte hinweg sind eine typische Schwachstelle bei Unternehmen, die Markt für Markt gewachsen sind, ohne kommerzielle Governance mitwachsen zu lassen.
Besetzen Sie eine Commercial-Manager-Rolle?
Nennen Sie uns, wo die Marge verloren geht — bei Preisen, Verträgen, Kanalkonditionen oder Angebotsdisziplin. Wir sagen, was die Rolle konkret verantworten muss, um das zu beheben.
