Export Sales Manager
Exportleiter (Export Sales Manager)
Ein Exportleiter steuert vom Inland aus mehrere Auslandsmärkte über Handelsvertreter und Distributoren, ohne selbst vor Ort präsent zu sein.
Der Exportleiter unterscheidet sich vom Country Manager dadurch, dass er nicht vor Ort in einem Markt sitzt, sondern mehrere Exportmärkte gleichzeitig über ein Netzwerk aus Distributoren und Handelsvertretern führt.
Typisch ist diese Position bei Herstellern mit einem bereits laufenden, aber unkoordinierten Exportgeschäft: einzelne Länder wachsen, andere stagnieren, und niemand hat den Überblick über das Gesamtbild.
Kurz gesagt
Ein Exportleiter ist die richtige Wahl, wenn ein Hersteller bereits über mehrere Auslandsmärkte via Distributor oder Handelsvertreter verkauft, dieses Netzwerk aber zentral gesteuert, bewertet und weiterentwickelt werden muss. Braucht ein einzelner Markt eine Person vor Ort, ist eher ein Country Manager die passende Besetzung.
- Mehrere Exportmärkte laufen bereits über Distributoren oder Handelsvertreter
- Leistung der einzelnen Partner ist uneinheitlich oder unklar
- Steuerung soll zentral vom Inland aus erfolgen
- Neue Exportmärkte sollen systematisch erschlossen werden
Wann diese Position sinnvoll ist
- Das Exportgeschäft läuft über mehrere Länder, aber ohne einheitliche Steuerung oder Zielsetzung.
- Die Leistung einzelner Distributoren oder Handelsvertreter ist schwer vergleichbar.
- Neue Exportmärkte sollen erschlossen werden, ohne gleich eine lokale Präsenz aufzubauen.
- Die Geschäftsführung möchte das Exportgeschäft nicht länger nebenbei mitführen.
Was die Position verantwortet
- Auswahl, Steuerung und Entwicklung von Distributoren und Handelsvertretern je Markt
- Umsatzverantwortung über das gesamte Exportportfolio
- Preis- und Konditionenrahmen für internationale Partner
- Markterschließung neuer Exportländer in Abstimmung mit der Geschäftsführung
Das kommerzielle Problem, das gelöst wird
Ohne zentrale Steuerung entwickelt sich jeder Exportmarkt nach dem Zufallsprinzip — abhängig davon, wie engagiert der jeweilige Partner ist. Der Exportleiter bringt eine einheitliche Bewertungslogik, ein gemeinsames Zielsystem und eine klare Eskalationsinstanz gegenüber den Auslandspartnern.
Woran Erfolg erkennbar ist
- Vergleichbare, dokumentierte Leistungskennzahlen über alle Exportmärkte hinweg
- Nachweisbares Wachstum in mindestens einem neu erschlossenen Markt
- Klar definierte Verträge und Ziele mit jedem Distributor oder Handelsvertreter
- Verlässliches Exportforecast gegenüber der Geschäftsführung
Typische Einstellungsfehler
- Reine Sprachkenntnisse mit tatsächlicher Erfahrung in der Partnersteuerung verwechseln
- Die Position ohne Reisebudget oder Mandat für Vor-Ort-Besuche einrichten
- Erfolg an Gesamtumsatz messen, statt die Entwicklung je Markt einzeln zu bewerten
- Unterschätzen, wie viel Zeit der Aufbau eines neuen Distributorenverhältnisses tatsächlich braucht
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich das von einem Country Manager?
Ein Exportleiter steuert mehrere Märkte vom Inland aus über Partner. Ein Country Manager sitzt vor Ort in einem einzelnen Markt und trägt dort die volle kommerzielle Verantwortung.
Braucht die Position Fremdsprachenkenntnisse?
In der Regel ja, mindestens Englisch, häufig zusätzlich die Sprache der wichtigsten Exportmärkte. Entscheidender ist jedoch die nachweisbare Erfahrung in der Führung internationaler Handelspartner.
Wie viele Märkte kann eine Person realistisch betreuen?
Das hängt stark von Reifegrad und Komplexität der Märkte ab. Als grobe Orientierung gilt: reife, ruhige Märkte lassen sich zu mehreren betreuen, neu zu erschließende Märkte binden deutlich mehr Zeit.
Ist diese Position mit einer Vertriebsleitung auf Zeit vergleichbar?
Nicht direkt. Der Exportleiter ist eine feste operative Position; kommerzielle Führung auf Zeit ist eine andere Lösung für Situationen, in denen noch keine volle Stelle gerechtfertigt ist.
Besetzung des Exportleiters besprechen
Sprechen Sie mit Evans Sales Consultancy über Ihr bestehendes Exportnetzwerk und die passende Führungsstruktur.
